Funktionen 1: Einführung

Die Basis für sowohl MBTI als auch Sozionik sind sogenannte "Cognitive Functions". Der Schweizer Carl Jung war der erste, der festgestellt hat, dass es diese Funktionen gibt. Sozionik, Keirsey und MBTI haben später auf seine Theorien aufgebaut, sie korrigiert und weiterentwickelt. Die verschiedenen Funktionen beschreiben die Art, wie wir denken, fühlen, Entscheidungen treffen und die Welt wahrnehmen.

Insgesamt gibt es acht solcher Funktionen, vier introvertierte und vier extrovertierte. Die introvertierten Funktionen sind allgemein nach innen gerichtet, komplexer und subjektiv, die extrovertierten nach außen gerichtet, objektiv und rationaler. Was das genau heißt, werde ich später noch an den einzelnen Funktionen erklären.

Dann gibt es je vier Wahrnehmungsfunktionen und vier Beurteilungsfunktionen.

Bei den Wahrnehmungsfunktionen unterscheidet man zwischen Intuition, also intuitiver Wahrnehmung (Intuition) und Sinneswahrnehmung (Sensing). 

Extrovertierte Intuition    Ne

introvertierte Intuition     Ni

extrovertiertes Sensing    Se

introvertiertes Sensing     Si

sind also die vier Wahrnehmungsfunktionen. Durch sie nehmen wir die Welt wahr.

Bei den Beurteilungsfunktionen unterscheidet man zwischen Denken (Thinking) und Fühlen (Feeling).

Extrovertiertes Denken   Te

introvertiertes Denken    Ti

extrovertiertes Fühlen     Fe

introvertiertes Fühlen      Fi

sind die vier Beurteilungsfunktionen. Durch sie beurteilen, bewerten wir die Welt und treffen Entscheidungen.

Später werde ich auf jede einzelne Funktion genauer eingehen.

Obwohl jeder Mensch jede Funktion hat und auch jede im Laufe seines Lebens mal benutzt, gibt es für jeden Funktionen, derer er sich häufiger bedient und welche, derer er sich fast nie bedient. Auf diesen Präferenzen beruht Typologie.

Jeder von uns hat eine Hauptfunktion, die er nicht nur am Öftesten verwendet, sondern die auch seine anderen Funktionen sozusagen koordiniert, und eine Hilfsfunktion, seine zweite Funktion.

Dabei muss die Hilfsfunktion immer das Gegenteil der Hauptfunktion sein. Wenn also die Hauptfunktion eine extrovertierte Beurteilungsfunktion ist, ist die Hilfsfunktion eine introvertierte Wahrnehmungsfunktion. Z.B. wenn jemand Si als Hauptfunktion hat, muss seine zweite Funktion entweder Te oder Fe sein.

Wenn man diese beiden ersten Funktionen kennt, kann man jeden Menschen einen der 16 Typen zuordnen und damit verblüffend viele Aussagen über ihn treffen. Wie das funktioniert, werde ich in einem der folgenden Einträge erklären.

Wenn ihr herausfinden wollt, welcher Typ eurer ist, gibt es theoretisch einige Tests im Internet, z.B. auf Charaktertest.net. Die Erfolgsquote dieser Tests ist aber leider nicht besonders hoch. Letztendlich muss also jeder selbst herausfinden, welcher sein Typ ist. Tests können höchstens zum besseren Verständnis der Theorie beitragen.

2.4.15 15:48

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